Im Rahmen unseres SVI Marketing-Dialoges „Social Media Monitoring & Analytics; 5 Erfolgsstrategien für Kommunikation und Marketing haben wir mit unserem Experten Stefan Evertz über Herausforderungen und Lösungsansätze für erfolgreiche Kommunikation gesprochen. Herzlich Willkommen Stefan, hier kommen unsere Fragen:

Bitte stelle Dich einmal kurz vor.

Ich bin Berater für digitale Kommunikation und Tool-Lotse in Frankfurt. Ich berate Unternehmen und Organisationen rund um die Schwerpunkte „digitale Strategie“ und „Social Media Monitoring“ (inkl. Analytics und Management). Dabei stehen die unabhängige Toolauswahl, Testing und Setup sowie Analysen und Reporting im Vordergrund. Darüber hinaus habe ich in den letzten 10 Jahren – z.T. im Kundenauftrag – über 40 BarCamps organisiert und moderiert. Vor wenigen Tagen ist zudem mein Fachbuch „Analysiere das Web! Wie Sie Marketing und Kommunikation mit Social Media Monitoring verbessern“ erschienen, worüber ich mich besonders freue.

Was ist die wichtigste Grundlage für ein effektives Social Media Monitoring?

Bei allen Arbeitsfeldern der Web-Analyse, also dem Social Media Monitoring, den Social Media Analytics, dem Social Media Management usw. ist es elementar, vorher zu identifizieren, was eigentlich genau die Ziele der digitalen Aktivitäten sind und wie deren Erreichung unterstützt, gemessen und optimiert werden soll. Die Erfahrung zeigt dabei schon lange: Das einfache Sammeln von Zahlen wie Fans, Erwähnungen und oft auch Interaktionen reicht da eigentlich nie – zumindest nicht als Selbstzweck.

Ich möchte mit Social Media Monitoring anfangen, was ist mein erster Schritt?

Sobald die Ziele identifiziert und die Strategieansätze feststehen, sind in der Regel auch die jeweils relevanten Plattformen absehbar. Das wird vermutlich oft Facebook sein, kann aber auch, Twitter, Instagram oder bestimmte Diskussionsforen einschließen – je nach Strategie und Zielgruppe eben. Erst nach diesen Vorarbeiten kann man wirklich anfangen, ein Messkonzept zu erarbeiten, d.h. was soll wo erfasst und gemessen werden. So entstehen dann konkrete Anforderungen an die einzusetzenden Tools – die Toolauswahl bzw. die Auswahl der passenden Metriken und Methoden kann beginnen, der erste wichtige Schritt beim Social Media Monitoring.

Welche Tools kannst Du für einen ersten Einblick empfehlen, vielleicht sogar kostenlose?

Insgesamt muss man sagen, dass es aktuell fast keine kostenlosen Lösungen mehr gibt. Es gibt viele Tools, die eine im Featureumfang oder aber bei den Treffermengen beschränkte „kostenlose“ Version anbieten – keine auf Dauer wirklich zielführende Form des Monitorings. Um einen ersten Einblick in die Gespräche im Social Web zu bekommen, lohnen auch heute noch Tweetdeck (kostenlos, nur Twitter) sowie die Talkwalker Alerts (kostenlos, zeigt Treffer für News, Blogs und Foren).

Wann brauche ich eine professionelle Monitoring-Lösung?

Das hängt von vielen Faktoren ab: Wieviele Treffer werden im Monat erwartet, welche Kanäle sollen beobachtet werden, welche Auswertungen werden gebraucht, wieviele Kanäle sollen beobachtet werden, wieviel Arbeitszeit kann durch den Einsatz gespart werden, usw.  Für solche Faktoren kann man in der Regel im Einzelfall sehr genaue Schwellwerte definieren, die dann schnell verdeutlichen, ab wann der Einsatz von Tools sinnvoll wird. Die Beobachtung eines eigenen Kanals kann ein Mitarbeiter noch alleine und per Hand machen. Geht es um 40 Facebook-Seiten, deren Daten beobachtet und ausgewertet werden sollen, wird schnell klar, dass hier Social Media Analytics-Tools spürbar Zeit einsparen können und es damit im Zweifelsfall sogar günstiger ist, ein Tool wie z.B. Fanpage Karma monatlich zu bezahlen. Die Auswertungen von großen Treffermengen zu einem bestimmten Thema können sogar ohne den Einsatz von Tools fast gar nicht realisiert werden. Denn Excel kann nun mal große Textmengen nur eingeschränkt analysieren.

Worauf können sich die Teilnehmer bei Deinem Marketing-Dialog freuen?

Ziel ist es, nach dem Webinar den Tool-Markt, konkrete Anwendungsszenarien und die Möglichkeiten von Social Media Monitoring und Social Media Analytics etwas besser einschätzen zu können. Künftige Gespräche mit potenziellen Tool-Dienstleistern sollten also etwas einfacher werden, ebenso wie der Prozess er Toolauswahl an sich. Und wir haben auch etwas Zeit eingeplant, um weitere offene Punkte zu klären. Wir freuen uns also schon auf zahlreiche Fragen der Teilnehmer!

Vielen Dank für das Interview Stefan! Seid Ihr neugierig geworden oder habt weitere Fragen? Dann verpasst nicht unseren nächsten Marketing-Dialog mit Stefan Evertz am Mittwoch, dem 29.November um 15:00 UhrHier könnt Euch kostenlos anmelden. Eure Fragen könnt Ihr uns außerdem in unser Typeform-Formular stellen, oder einfach hier in der Kommentar-Funktion. Stefan Evertz wird die Fragen dann während des Marketing-Dialogs beantworten.

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